Fitness unter Strom

14.01.2012

EMS steht für Elektromyostimulation und meint die von außen induzierte elektrische Stimulation der Muskeln. Was bedeutet das? Bekanntlich kontrahieren Muskeln, wenn diese über elektrische Impulse stimuliert werden. Normalerweise wird diese Stimulation vom Gehirn oder Rückenmark ausgelöst. Das Ganze funktioniert aber auch, wenn die elektrischen Impulse von außen kommen. Über am Körper angelegte Elektroden, lassen sich diese kontrolliert und wohl dosiert einspeisen.


Dies ist eigentlich nichts Neues. Schon lange verwendet man diese Methodik z.B. in der Physiotherapie, um einzelne Muskeln wieder aufzubauen oder in bestimmten Regionen die Durchblutung zu fördern. Auch im Sport wird diese Technik schon lange für Regenerationszwecke, aber auch zum spezifischen Muskelaufbau genutzt. Bisher wurde EMS jedoch nur für einzelne Muskelgruppen genutzt und der Anwender hat sich passiv verhalten, d.h. er hat während der EMS-Anwendung ruhig gelegen oder gesessen.


EMS-Training geht nun einen Schritt weiter: Hier zieht sich der Trainierende einen mit vielen Elektroden bestückten Anzug an. Diese Elektroden lassen sich einzeln ansprechen und mit Ihnen können alle Hauptmuskelgruppen des Körpers gleichzeitig stimuliert werden. Nun werden, während die Muskeln im wahrsten Sinne des Wortes unter Spannung stehen, noch zusätzlich einfache Bewegungsübungen ausgeführt. Durch die Vorspannung der Muskeln fallen diese äußerst anstrengend aus und sind hocheffektiv.


EMS-Training bringt somit viele Vorteile mit sich:


1. Der ganze Körper kann gleichzeitig trainiert werden. Muss man im klassischen Hantel- oder Gerätetraining eine Muskelgruppe nach der anderen bearbeiten, kann
dies im EMS-Training auf einmal erledigt werden. Eine riesige Zeitersparnis, weshalb eine normal EMS-Trainingseinheit auch nur 20 Minuten dauert.


2. Agonist und Antagonist – also z.B. Schenkelbeuger und –strecker – werden gleichzeitig trainiert. Somit sind Dysbalancen, welche im klassischen Training bei ungleichmäßiger Trainingsgewichtung schnell entstehen können, nahezu ausgeschlossen.


3. Durch die Stromimpulse werden auch die tiefliegenden kleinen Muskeln erreicht, welche im herkömmlichen Training nur schwer trainiert werden können, da man meist nur die großen Hauptmuskeln anspricht. Gerade zur Prävention oder Bekämpfung von Rückenschmerzen ein äußerst wichtiges Plus.


4. Das Verletzungsrisiko ist minimiert: Die Gelenke werden nicht belastet, es wird nicht mit schweren Gewichten gearbeitet, eine Fehlhaltung wie in Kraftmaschinen ist ausgeschlossen. Dadurch ist EMS-Training auch für alle Altersgruppen geeignet.

Autor: Kategorie: Fitness1

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